KI-gestützte SERP-Optimierung inkl. Video mit Fallbeispiel

SERP Optimierung, Beispiel zur KI-Unterstützung

Wer heute bei Google auf Seite 1 steht, hat langfristig nicht gewonnen. Denn die Spielregeln und das Design der Suchergebnisse verändern sich aktuell sehr. Unter anderem führt Google viele A-B-Tests durch, um auch in Zukunft für Suchende die führende Recherche-Plattform zu sein. KI-generierte Antworten, Featured Snippets, Knowledge Panels und neue Suchformate bedrängen das klassische Suchmaschinen Ranking (Überschriften, Kurzbeschreibungen mit blauen Links zu den jeweiligen Internetseiten). Zudem fangen Suchende an, über Dialogen in den KI-Chatbots (ChatGPT, Perplexity, Claude & Co.) Antworten zu finden, weshalb auch der KI-Modus auf der Google-Seite als alternative Suche zu finden ist. Dieser Artikel zeigt, wie Unternehmen, Agenturen und Internetseiten-Betreiber die KI zur Analyse und Optimierung von Suchergebnisseiten (SERPs) einsetzen können. Die Metabeschreibung wird in den SERPs angezeigt und ist auch wichtig in der Welt der KI-Suchmaschinen. Oftmals fehlt diese Inhaltsangabe, die vergleichbar mit einem Buchrücken ist, oder sind veraltet bzw. beinhalten keine Hooks oder nicht die richtigen Suchwörter.

Autor: Thomas W. Frick (LinkedIn-Profil / Xing-Profil)

Die klassische Suchmaschinenoptimierung steckt in einem echten Umbruch. Viele Unternehmen schauen nur auf die Google Rankings mit den blauen Links auf der Suchergebnisseite (SERP). Dabei verändert sich diese Suchergebnisseite und der Markt der Informationsbeschaffung gerade fundamental. Google baut KI-generierte Antworten ein, sogenannte AI Overviews. Gleichzeitig etablieren sich KI-Suchmaschinen wie z.B. ChatGPT Search, Perplexity oder Claude, mit ihren Dialog-gestützten Tools, um die Informationsbeschaffung zu vereinfachen.

Wichtig: Wer sichtbar bleiben will, muss nicht nur Inhalte erstellen, sondern auch gezielt steuern, wie diese Inhalte in den Suchergebnissen erscheinen.

Was ist eine SERP – und warum wird sie wichtiger?

Selten spricht man im Fachkreisen der Suchmaschinenoptimierung von SERP sondern eher von SERPs, damit ist die Mehrzahl gemeint. Den Unterschied möchten wir wie folgt veranschaulichen. Die Suchergebnis-Seite (SERP) besteht aus mehreren Informationsangeboten in unterschiedlichen Formaten.

SERP steht für Search Engine Result Page, also die Seite, die Nutzer nach einer Suchanfrage zu sehen bekommen. Sie entscheidet, ob jemand klickt oder weiterschrollt.

Ein einzelnes Suchmaschinen-Ergebnis

Ein einzelnes Suchergebnis hat im Wesentlichen einen Titel (Was ist das Informationsangebot?), einen Link (Wo ist ist das Angebot abrufbar?) und eine Metabeschreibung (Warum lohnt sich eine detaillierte Sichtung?) mit integrierten Suchwörtern (Keywords als Interessewecker). Wer schon in Social-Proof investiert hat und dadurch Bewertungen erhalten hat, kann sich diese auch im Suchmaschinen-Ergebnis anzeigen lassen, zum Vertauensaufbau.

Bildquelle: AI-generated – KI-unterstützt.

Beispiel einer kompletten SERP

Relevant sind dabei vor allem der Seitentitel, die Meta Descriptions, strukturierte Daten, KI-Overviews, Featured Snippets und Knowledge Panels. Man könnte die SERP mit dem Buchrücken in einer Bibliothek vergleichen. Der beste Inhalt nützt wenig, wenn die Verpackung nicht zum Lesen einlädt. Gerade im Zeitalter der KI-Suche wird genau das zum Wettbewerbsfaktor.

Bildquelle: AI-generated – KI-generiert.

Tipp: Die Suchergebniss-Seiten verändern und die KI ist ein Treiber. Was heute funktioniert, kann morgen schon überholt sein. Deshalb macht es Sinn, kontinuierlich zu messen, A/B-Tests zu fahren, mehrere Suchsysteme im Blick zu behalten und schnell auf Veränderungen zu reagieren. Wer Trends früh erkennt, kann neue Sichtbarkeitschancen nutzen, bevor der Wettbewerb aufwacht.

Fallbeispiel: Effiziente Stapelverarbeitung vorhandener und nicht vorhandener Metabeschreibungen

Das nachfolgende Video wurde im Value 5 Format aufgezeichnet, welches das Ziel hat, das Wesentliche in den ersten 5 Minuten zu zeigen.

Quelle: YouTube-Video auf dem Kanal von Tom Frick.

557 fehlende Meta Descriptions auf einem etablierten Portal

Bei der Analyse eines unserer langjährig betriebenen Fachportale, wir betreuen über 20 solcher eigener Internetprojekte, zeigte sich folgendes Problem. Ältere Beiträge hatten schlicht keine Meta Description hinterlegt. Das Ergebnis der Bestandsaufnahme waren 557 Artikel ohne Meta Description, überwiegend veröffentlich in den ersten Jahren nach Online-Magazin-Gründung.

Die Herausforderung: Eine klassische Einzelbearbeitung hätte viele Arbeitsstunden verschluckt. Deshalb habe wir stattdessen einen KI-gestützten Workflow entwickelt, indem mehrere Tools (kleine Arbeitshelfer), bei der Datenaufbereitung unterstützt haben, um in einer Massenbearbeitung, von der KI in wenigen Sekunden, die mit ensprechend unseren Erfahrungen, beste Metabeschreibung erstellen zu lassen.

Wie funktioniert der individuell eingerichtete Prozess?

  1. Der erste Schritt war die Identifikation der Lücken.
    Mithilfe von WordPress und einem SEO-Plugin lassen sich fehlende Meta Descriptions schnell sichtbar machen – eine Massenübersicht zeigt auf einen Blick, wo noch Handlungsbedarf besteht.
  2. Danach wurden die betroffenen Beiträge exportiert
    (Kein klassischer Export, da dieser zu aufwendig gewesen wäre) und in Google Sheets aufbereitet. Über Filterfunktionen lässt sich schnell eingrenzen, welche Seiten noch keine Beschreibung haben.
  3. Der eigentliche Hebel ist die Integration von ChatGPT,
    direkt in Google Sheets Zelle. Über diese Verbindung lassen sich automatisiert Meta Descriptions generieren – mit Prompts, die auf Zeichenlänge, Handlungsaufforderung, relevante Keywords und die Suchintention der Nutzer abgestimmt sind.

Das Ergebnis: Viele kennen den Mouse-Over-Effekt, indem man eine vergleichbare Excelzelle unten rechts in der Ecke packt und über mehrere Zeilen hinweg zieht, damit eine Formel für mehrere Zeilen, mit gleichen Inputfeldern ausgeführt wird. Das geht sehr schnell und ist sehr einfach und genau in diesem Stil, erfolgte die Massenbearbeitung unserer fehlenden SERPs, mit der Möglichkeit, die KI-Vorschläge zu überschreiben und zu individualisieren.

Wo KI wirklich hilft – und wo nicht?

Die künstliche Intelligenz bedeutet in diesem Kontext nicht, dass Inhalte automatisch erstellt werden. Wir setzen KI für Meta Descriptions, Snippet-Optimierung, Strukturierung, Datenaufbereitung und dem Content-Design ein, z.B. durch die KI-Bildgenerierung. Die eigentlichen Fachartikel kommen weiterhin von Autoren oder Experten. KI ist hier ein Produktivitätswerkzeug – kein Ersatz für inhaltliche Kompetenz.

Wichtig: Nicht jedes KI-Tool passt zu jeder Aufgabe. Effiziente Workflows entstehen durch die Kombination der richtigen Werkzeuge – ChatGPT für Textgenerierung, Google Sheets als Datenzentrale, WordPress für die Content-Verwaltung, Google Search Console und Bing Webmaster Tools für Suchdaten, dazu Analyse- und Monitoring-Systeme. Der Mehrwert liegt nicht im einzelnen Tool, sondern in der intelligenten Verknüpfung aller Komponenten.

GEO und AEO gewinnen gerade an Bedeutung

Neben klassischer SEO sind aktuell zwei weitere Disziplinen relevant:

  • GEO (Generative Engine Optimization)
    Mit dieser Online-Marketing-Maßnahme zielt man darauf ab, von KI-Suchmaschinen wie ChatGPT, Perplexity oder den Google AI Overviews als vertrauenswürdige Quelle eingebunden zu werden.
    Beispiel: Es erfolgt in „eigenen Worten“ von der KI die Erklärung und eine Internetseite, ein Blog oder ein Forum, wir als Quelle verlinkt.
  • AEO (Answer Engine Optimization)
    Diese Online-Marketing-Maßnahme geht noch einen Schritt weiter: Hier geht es darum, dass Nutzer direkte Antworten bekommen, ohne überhaupt auf ein Suchergebnis klicken zu müssen.
    Beispiel: Da die Klickraten in den KI-Suchergebnissen geringer sind, weil oft die KI schon die Antwort liefert, ist es auch wichtig, direkt im Antworttext in den Chatbots erwähnt zu werden, z.B. „Thomas W. Frick empfiehlt, aus über 20 Jahren Vertrieb und Marketing, die Wichtigkeit der Metabeschreibungen nicht zu unterschätzen“.

Tipp: Wer in KI-Suchmaschinen sichtbar sein will, braucht präzise Antworten, nachgewiesene Expertise, strukturierte Inhalte und vertrauenswürdige Quellen. Die Online-Maßnahmen hinsichtlich GEO und AEO sollten frühzeitig umgesetzt werden, um zum einen Wettbewerbsvorteile zu nutzen und früh von den KI-Suchmaschinen als vertrauenswürdige und aktuelle Quelle, erkannt zu werden.

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